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Qualitätssicherung von ärztlichen Beratungsgesprächen
Kurzvorstellung
Hintergrund und Zielsetzung
Für Frauen mit Brustkrebs ist es von großer Wichtigkeit, dass sie in die Gestaltung der Therapie aktiv einbezogen sind. Frauen, die gut beraten und informiert werden und sich an der Entscheidungsfindung aktiv beteiligen konnten, zeigen eine höhere Therapietreue, erzielen bessere klinische Ergebnisse und langfristige Behandlungserfolge.
Das BQS-Institut hat daher ein Verfahren zur Qualitätssicherung ärztlicher Beratungsgespräche, die mit Mammakarzinom-Patientinnen vor ihrer ersten Brust-Operation geführt wurden, neu entwickelt.
Grundlage ist der BQS-Mamma-Ca-Fragebogen, der auf der Basis von 16 BQS-Qualitätsindikatoren die Umsetzung der Partizipativen Entscheidungsfindung sowie weitere Aspekte abbildet und damit das Beratungsgeschehen umfassend darstellt. Zusätzlich werden globale Bewertungen der ärztlichen Beratung, der Einrichtung, der Entscheidung und des OP-Ergebnisses erfasst. Top
Nutzen für teilnehmende Krankenhäuser
Teilnehmende Einrichtungen erhalten ihre Ergebnisse in einem klar strukturierten, aussagekräftigen Bericht, in dem die eigenen Ergebnisse als z-Werte-Profil, als Benchmark sowie im Detail den Gesamtergebnissen gegenüber gestellt werden. Aus ihnen lassen sich unmittelbar Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Beratung ableiten.
Die Ergebnisse eignen sich für das interne Qualitätsmanagement, den externen bundesweiten Vergleich und zur Außendarstellung. Die BQS-Qualitätsindikatoren können zur Orientierung für die Beratung der Patientinnen herangezogen werden. Auf Wunsch werden die Ergebnisse des Krankenhauses auf der Homepage des Verfahrens veröffentlicht und stehen damit als neutrale Qualitätsinformation öffentlich zur Verfügung. Top
Durchführung der Befragung
Der Patientin wird sechs Monate nach der Operation der Fragebogen vom BQS-Institut zugesandt. Der zeitliche Abstand von sechs Monaten zwischen OP und Befragung wurde bewusst gewählt, um das Beratungsgespräch auf Grundlage des von der Patientin bis dahin erreichten Informationsstands bewerten zu können. Zudem sollten die der ersten Operation folgenden Behandlungen möglichst abgeschlossen sein.
Die Durchführung des Verfahrens ist mit minimalem Aufwand für die teilnehmenden Einrichtungen verbunden. Nach Erhalt der Einwilligungserklärungen führt das BQS-Institut alle Schritte bis zur Ergebnispräsentation durch. Top
Methodisches Vorgehen
Der Fragebogen wurde in Zusammenarbeit mit der BQS-Projektgruppe Patientinnenbefragung auf Grundlage zweier Studien neu entwickelt, an denen über 600 Patientinnen aus 66 Krankenhäusern teilnahmen. Die Rücklaufquote betrug zwischen 56% und 59% ohne Reminderverfahren. Der endgültige Fragebogen umfasst 86 Items. Das Verfahren wurde empirisch überprüft, qualitätsgesichert und hat sich im Praxistest bewährt. Die Studien-Ergebnisse belegen die hohe Relevanz der Beratungsgespräche für die Krankenhausgesamtbewertung der Patientinnen.
Die Experten der BQS-Projektgruppe werden die Gesamtergebnisse bewerten und das Verfahren kontinuierlich weiterentwickeln. Top
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